Antidepressiva - Therapieresistente Depression erfordert alternative Behandlungsmethoden wie Transkranielle Magnetstimulation (TMS) und Psychotherapie.

Antidepressiva: Was tun wenn die Wirkung nicht eintritt?
Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Laut einer Umfrage des Robert-Koch-Instituts aus dem Juli 2023 leiden etwa 20 % der Deutschen an depressiven Symptomen, was doppelt so viele sind wie vor der Pandemie. Obwohl Antidepressiva häufig verschrieben werden, sprechen nicht alle Betroffenen auf diese Medikamente an. In solchen Fällen spricht man von einer therapieresistenten Depression. Doch es gibt alternative Behandlungsmöglichkeiten, die Hoffnung geben.
Was bedeutet therapieresistente Depression?
Eine Depression gilt als therapieresistent, wenn mindestens zwei verschiedene Antidepressiva in ausreichender Dosierung und über einen angemessenen Zeitraum keine ausreichende Besserung bewirken. Schätzungen zufolge betrifft dies etwa ein Drittel der Patienten mit Major Depression.
Alternative Behandlungsmöglichkeiten bei therapieresistenter Depression
1 Transkranielle Magnetstimulation (TMS):
TMS ist eine nicht-invasive Methode, bei der mittels Magnetfeldern bestimmte Hirnareale stimuliert werden. Studien zeigen, dass TMS bei Patienten mit therapieresistenter Depression wirksam sein kann. In einer Untersuchung erreichten über 25 % der Betroffenen eine Remission ihrer Symptome.
2 Psychotherapie:
Insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) hat sich als effektiv erwiesen. Sie hilft, negative Denkmuster zu erkennen und zu verändern. Auch die interpersonelle Psychotherapie (IPT) zeigt positive Ergebnisse bei der Behandlung von Depressionen. Oftmals gibt es keine Therapieplätze bzw. erst nach mehreren Monaten oder Jahren. Daher springe auch mal zu Option 5.
3 Kombinationstherapie:
Die gleichzeitige Anwendung von Medikamenten und Psychotherapie kann die Erfolgschancen erhöhen. Ein multidisziplinärer Ansatz, der verschiedene Therapieformen kombiniert, wird oft empfohlen. Auch hier gilt das vorher gesagte – Option 5 ansehen.
4 Lifestyle-Änderungen:
Regelmäßige körperliche Aktivität, eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf können die Stimmung positiv beeinflussen und depressive Symptome lindern. Das ist natürlich gerade dann schwer. Immer dann, wenn wir uns dazu überwinden, diese Aktivitäten auszuführen, kommen wir in die eigene Kraft. Das ist ein für mich sehr wichtiger Schritt.
5 Alternative Methoden:
Verfahren wie Achtsamkeit, Meditation, Yoga oder Akupunktur werden zunehmend als ergänzende Therapien eingesetzt. Obwohl die wissenschaftliche Evidenz variiert, berichten viele Betroffene von positiven Effekten. Insbesondere Hypnose Coaching verändert unser Leben oft sehr schnell und auch nachhaltig. Zum einen führen diese Dinge uns in die innere Mitte, die uns fehlt. Andererseits helfen sie uns, die Konflikte aufzulösen, die oftmals Ursache für das depressive Thema sind. Sind Medikamente wirkungslos bzw. Therapieplätze nicht verfügbar, dann lohnt es sich um so mehr, das Unterbewusstsein in die Lösung mit einzubeziehen.
Aktuelle Entwicklungen in Deutschland
Die Verschreibung von Antidepressiva in Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. 2021 wurden fast 1,8 Milliarden Tagesdosen verordnet, was eine Verfünffachung im Vergleich zu 1991 darstellt. Dennoch zeigen Studien, dass nicht alle Patienten von diesen Medikamenten profitieren. Eine Untersuchung ergab, dass 57 % der Teilnehmer, die Antidepressiva erhielten, keine signifikant stärkere Verbesserung ihrer Lebensqualität erfuhren als jene ohne medikamentöse Behandlung. Eine absolute erschreckende Zahl.
Was du tun kannst:
Wenn traditionelle Antidepressiva nicht die gewünschte Wirkung zeigen, gibt es alternative Behandlungsmöglichkeiten, die Hoffnung bieten. Es ist wichtig, gemeinsam mit Fachärzten einen individuellen Therapieplan zu erstellen, der auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Zögere nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und dich über verschiedene Therapieoptionen und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Bei Fragen oder dem Wunsch nach einem persönlichen Gespräch, kontaktiere uns gerne oder fordere einen Rückruf an.
Hinweis: Dieser Artikel dient der Information über die aktuelle Lage und ersetzt keine medizinische Beratung. Natürlich ist er auch eine subjektive Betrachtung. Es ist immer wünschenswert, interdisziplinär an die Dinge heranzugehen und den Austausch zu fördern, damit jeder Mensch seine Lösung finden kann.
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